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Stress, Stresshormone und Hyperventilation

Stress, Stresshormone und Hyperventilation

„Das stresst mich“; „Ich habe total Stress“; „Ich bin voll gestresst“…
Das Wort „Stress“ ist zum großen Teil negativ behaftet. Gleichgestellt mit Überforderung.

Aber was genau ist Stress eigentlich? Eva Heinen, die Inhaberin des INJOY Feldkirchen, erklärt es in ihrem Video: „Unter dem Begriff Stress werden alle Reaktionen des Körpers zusammen gefasst, die ihn unterstützen, Gefahr für Leib und Leben abzuwenden. Stress trägt also dazu bei, den Körper in eine bessere Situation zu bringen.“

In Sekundenschnelle sorgt der Körper dafür, dass er fliehen oder kämpfen kann. Teile des Hirns, das Nervensystem, die Hormone und die Atmung  arbeiten dabei Hand in Hand. Die gemeinsame Aufgabe ist es, die Muskulatur mit mehr Energie zu versorgen, ihr mehr Sauerstoff anzubieten und sie in Anspannung zu versetzen.

Dazu stimuliert unser Gehirn in Stresssituationen  den Sympathikus und reduziert die Aktivität des Parasympathikus, des Ruhenerven.  Die Wirkung der Überträgerstoffe des Sympathikus, der Katecholamine wird verstärkt durch die Hyperventilation, eine intensivere Atmung, als eigentlich vom Organismus benötigt wird. Zusätzlich reduziert die Hyperventilation den Gehalt des Blutes an Kohlendioxid, (CO2), das in Wasser zum größten Teil als Kohlensäure vorliegt. Weniger Säure sorgt für ein niedrigeres freies Calcium, lässt uns unsere Muskeln anspannen. Insbesondere Alpha-Tiere verwenden die Hyperventilation, „blasen sich auf“, um sich für Fight und Flight in eine günstigere Ausgangsposition zu bringen.

Akuter Stress ist sinnvoll. Er ist eine kurzfristige Reaktion auf momentane, außergewöhnliche Situation. Das Problem unserer heutigen Alpha-Tiere ist aber, dass sie bei Angst nicht davonlaufen oder beim Kampf keine Muskeln einsetzen! Damit bieten all die Vorbereitungen zu Kampf und Flucht keine Vorteile mehr. Im Gegenteil: Hohe Herzfrequenz, angespannte Muskulatur sind nur hinderlich und machen Beschwerden, wenn man aus dem Stress, der Anspannung nicht mehr herauskommt.

Chronischer Stress führt hingegen immer zu problematischen Reaktionen des Körpers. „Ständig auf Flucht und Kampf vorbereitet zu sein, lässt Ruhephasen nicht zu“, so Heinen, die Erholungsphasen fallen aus. Neben hohem Puls und Blutdruck kommen kalte Hände und Füße, Magen-Darm-Beschwerden, Gelenkprobleme und Rückenschmerzen dazu. Zu allem Überfluss können Verspannungen  so stark zunehmen, dass sie  in der Hyperventilationstetanie münden.

Während man viele stressauslösende Faktoren nur schwer eliminieren kann, bietet die Beeinflussung Atmung eine relativ leicht zu erlernende Technik, den Einfluss von Stress auf den Körper zu reduzieren. „Luft ablassen“ weil „der Eimer voll“ ist, ausatmen ohne gleich wieder tief einzuatmen, lässt die Aktivität des Ruhenerven wieder ansteigen, die Muskeln wieder weicher und die kalten Hände wieder warm werden! Die Panik, nicht mehr genug Luft zu bekommen, verschwindet.

Im Video werden die Zusammenhänge ausführlich dargestellt. Zusätzlich werden Wege beschrieben, wie man die Neigung zur Hyperventilation mit Sport und verschiedenen bei uns im Studio angebotenen Kursen reduzieren kann.

Da auch Angst ein wichtiger Stressfaktor ist, und die Corona-Krise ja durchaus berechtigt, sich Sorgen zu machen, werden wir nach Wiedereröffnung vermehrt entsprechende Kurse und Workshops anbieten.