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Laktat Test

Was ist ein Laktat Test?

Der Test dient dem Zweck, den optimalen Herzfrequenzbereich für ein individuelles Ausdauertraining zu ermitteln. In bestimmten, gleichen Zeitabständen wird die Belastung linear erhöht. Dabei werden jeweils die Herzfrequenz, der Blutdruck und die Milchsäure im Blut, das Laktat, gemessen. Zus Bestimmung des Laktats reicht ein winzig kleines Tröpfchen Blut – ähnlich dem Blutzuckerstick – aus dem Ohr aus.

Laktat Test im INJOY Feldkirchen

In Abhängigkeit vom Trainingszustand beginnt der Laktat Wert zu steigen. Bei Untrainierten ist das bei einer erheblich niedrigeren Belastung der Fall als bei Trainierten. Die Herzfrequenz beim ersten eindeutigen Anstieg des Laktats über den Ausgangswert bezeichnet man als die Laktat-Schwelle 1 (LT1).

Früher ging  man davon aus, dass ab der LT1 der belastete Muskel in einen Sauerstoffmangel gerät. Rechnet man allerdings aus, wie hoch die über die Laktatbildung gewonnene Energie ist, so ist die aus der Laktat-Bildung gewonnene Energie an der LT1 bei etwa 1 Promill der bereitgestellten Energie, an der LT2 ebenfalls im Promill-Bereich.

Laktat Hormon

Wir sehen heute das Laktat nicht mehr als Abfall-Produkt des Stoffwechsels an, vielmehr als einen Botenstoff, der die meisten durch den Sport vermittelten positiven Einflüsse zumindest mit auslöst:  Man redet mittlerweile vom Laktathormon. Ohne Anstieg des Laktats kaum messbare gesundheitliche Vorteile!

Bei zunehmender Belastung steigt das Laktat deutlich an. Die Herzfrequenz, an dem das Laktat um 1,5 mmol/l über den Ausgangswert ansteigt, bezeichnen wir als Laktat-Schwelle 2 (LT2). Ab dieser Belastung beginnt der pH-Wert abzusinken, der Organismus wird sauer, das Stresshormon Cortisol steigt erheblich an.

Ähnlich einer Überfunktion eines hormonbildenden Organs kommen jetzt die Nachteile einer Laktat Erhöhung zum Tragen. Wie bei einem Hormon braucht es den richtigen Level, um die gesundheitlichen Vorteile des Laktat zu nutzen: Nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel!!

Ermittlung der Laktat-Schwellen

Bild eines typischen Laktat-Testes. Der Proband wird auf einem Ergometer einer Belastung (in Watt) ausgesetzt, die alle 3 Minuten gesteigert wird. Am Ende jeder Belastungsstufe wird ein winziger Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen zur Bestimmung des Laktats. Der Wert wird gegen die Herzfrequenz aufgetragen. Als 1. Laktat-Schwelle (LT1) wird die Herzfrequenz bezeichnet, an der das Laktat 0,2 mmol/l höher liegt aus der Ausgangswert (hier 107 b/min). Als 2. Laktat-Schwelle (LT2) die Herzfrequenz, bei der das Laktat um weitere 1,5 mmol/l angestiegen ist (Hier 125 b/min).

Beim Erreichen eines Laktat Wertes, der eindeutig mehr als 2 mmol/l oberhalb des Ausgangslaktat liegt, beenden wir die Belastung. Eine Ausbelastung bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit des Probanden erfolgt bewusst nicht, da aus den oberhalb der 2.Laktatschwelle erhaltenen Werte keine Konsequenzen gezogen werden. Damit werden unnötige Risiken vermieden, und der Untersuchte fühlt sich nach dem Test – im Gegensatz  zum Zustand nach einer Ausbelastung – nicht dem Erbrechen nahe, sondern wohl!

Der Laktattest wird abgebrochen bei
• Auftreten von Beschwerden
• Blutdruckanstieg auf > 230 systolisch
• Herzstolpern
• Übelkeit
• Erschöpfung
• Erreichung der maximalen Zielherzfrequenz
• meistens bei Erreichen eines Laktats oberhalb der LT2.

Der Test dauert 20 – 30 Minuten. Als Ergebnis teilen wir Ihnen mit, mit welcher Herzfrequenz sie Ihr Ausdauertraining starten sollen.

Wenn Sie merken, dass Sie bei gleicher Herzfrequenz weitere Strecken zurücklegen, sprechen Sie uns an. Wir können dann mit Hilfe eines „Mini-Laktat-Testes“ überprüfen, ob Sie Ihre Herzfrequenz unter Belastung schon steigern können und somit weiter in Ihrem optimalen Herzfrequenzbereich trainieren.

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